Patient Hochschullehre – ein Buch von Prof. Dr. Jürgen Handke

coverHohe Studierendenenzahlen, überfüllte Hörsäle und schlechte Studienbedingungen prägen seit einigen Jahren das Bild der deutschen Hochschulen in der Öffentlichkeit. Doppelte Abiturjahrgänge, die Aussetzung der Wehrpflicht und die geburtenstarken Jahrgänge – Fakten, die man seit vielen Jahren kennt und denen man schon weit im Vorfeld hätte begegnen können, haben dazu geführt, dass die Universitäten und Fachhochschulen aus allen Nähten platzen. Eine vernünftige Lehre, so hört man aus den Führungsgremien der deutschen Hochschulen und deren Fächern und Fachbereichen, sei kaum noch zu garantieren.

Die Hochschullehre ist seit vielen Jahren – um den Buchtitel aufzugreifen – ein kranker „Patient“, der einer dringenden Therapie bedarf. Und dieser „Patient“ Hochschullehre krankt nicht erst seit der Einführung sogenannter gestufter Studiengänge im Sinne des Bologna Protokolls. Er liegt auch nicht erst darnieder, seit uns die doppelten Abiturjahrgänge Berge von Studierwilligen an die Hochschulen gespült haben. Der Grund ist ein anderer: Die Hochschulen versäumen es seit Jahren, ihre Lehre und ihr Lehrpersonal an die veränderten Bedingungen des 21. Jahrhunderts anzupassen. Sie halten an althergebrachten Konzepten fest, sie sind – was die Lehre angeht – in hohem Maße innovationsresistent und sind nicht in der Lage ihr Klientel, die Studenten, mit einer ihrer stets steigenden Medienkompetenz angemessenen Lehre zu bedienen.

Das Buch versucht zum Teil mit einem Augenzwinkern, zum Teil aber auch mit bissiger Kritik, die Hochschullehre aus verschiedenen Blickwinkeln zu hinterfragen, ohne dabei eigene Verbesserungsvorschläge zu vergessen.

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